Energieeffizienz: Haus erzeugt mehr Energie als es verbraucht
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- Das Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität in Berlin wurde von einem interdisziplinären Team unter der Leitung von Prof. Werner Sobek entworfen und geplant Bild: Werner Sobek, Stuttgart
Im „Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität" erzeugen Photovoltaik auf Dach- und Fassadenflächen und eine hocheffizienten Wärmepumpe Energiegewinne, die den Bedarf des Hauses komplett decken – und noch Elektrofahrzeuge laden können.
Das nach nur einem Jahr Planungs- und Bauzeit fertig gestellte Gebäude auf dem Gelände des Bundesbauministeriums in Berlin ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den das Ministerium Ende 2010 durchgeführt hat. Ziel dieses Wettbewerbs war es, anhand eines architektonisch attraktiven Pilotprojekts den Stand der Entwicklung von energieeffizienten, nachhaltigen Gebäuden aufzuzeigen, bei denen Elektromobilität integraler Bestandteil des Gebäudekonzepts ist. Eine Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Prof. Werner Sobek, dem Leiter des Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart, reichte einen Entwurf ein – und wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Der prognostizierte Energiebedarf des Hauses und der Elektrofahrzeuge liegt deutlich unter dem erwarteten Energieertrag von mehr als 16000 Kilowattstunden pro Jahr. Damit generiert das Haus mehr Energie als durch Nutzer und Fahrzeuge verbraucht wird.
Das Effizienzhaus Plus zeichnet sich aber nicht nur durch sein hervorragendes Energiekonzept aus. Ein Rückbau- und Recyclingkonzept ermöglicht den sorgsamen Umgang mit Rohstoffen. Das Haus wird so zu einem Ressourcenlager für zukünftige Generationen, das bei einem eventuellen Rückbau fast vollständig wiederverwertet werden kann. So wurde beispielsweise auf das Verkleben einzelner Schichten oder verschiedener Bauteile weitgehend verzichtet, um bei einem späteren Rückbau eine möglichst sortenreine Trennung zu erreichen.
Um weitere Erfahrungswerte zu sammeln, ist geplant, dass das Haus einige Zeit von einer Modellfamilie bewohnt wird. Nach einer Standzeit von maximal drei Jahren soll das Gebäude vollständig zurückgebaut und wiederverwertet werden.


