Matratze: Interdisziplinäres Team entwickelt neues Schlafsystem
Stille Nacht, bequeme Nacht
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- Matratze für Ausgeschlafene Bild: denkanross.de
Wissenschaftler haben die Schlafbedürfnisse unterschiedlich großer Menschen untersucht – und ein neues Schlafsystem entwickelt, bei dem Bettunterbau, Matratze, Zudecke und Kopfkissen für einen tiefen Schlaf sorgen.
Gewöhnliche Schlafsysteme aus Bettunterbau, Matratze, Zudecke und Kopfkissen, berücksichtigen zwar die unterschiedlichen Körperzonen des Menschen mit ihren jeweiligen Ansprüchen. Sie vernachlässigen dabei allerdings die Körpergröße. „Das hat gravierende Folgen für die Liegequalität", erklärt Prof. Martin Schmauder von der Professur für Arbeitswissenschaft der TU Dresden. Bei dem einen Mensch werde die natürliche Krümmung der Wirbelsäule gestützt, bei dem anderen hänge sie größenbedingt durch. „Wir haben herkömmliche Matratzen mit Zonengestaltung überprüft: auf keiner konnten große und kleine Personen gleich gut liegen", sagt Schmauder.
Mit dem digitalen Menschmodell „CharAT Ergonomics" und Druckmessversuchen ist es den Wissenschaftlern der Fakultät Maschinenwesen nun gelungen, äußere Bewegungsraumgrenzen zu identifizieren und diese in die Matratzengestaltung einzubringen. „Wir wollten eine Matratze entwickeln, die Bewegung zulässt, den Körper trotzdem gut stützt und außerdem die verschiedenen Körpergrößen- und proportionen berücksichtigt", so Schmauder.
Im Endergebnis wird es zwei Matratzen bei gleichbleibender Gesamtlänge geben: eine für Menschen unter 1,75 Meter und eine für Menschen über 1,75 Meter Körpergröße, was eine absolute Marktneuheit darstellt. Im nächsten Jahr soll das System produziert werden.
Neben biomechanischen und anthropometrischen Anforderungen sollten bei einem qualitativ hochwertigen Schlafsystem auch Materialeigenschaften wie Reißfestigkeit, Druckverformung, Elastizität und Qualität von Nähten oder Pillingeffekte getestet werden. Alle verwendeten Materialien wurden von der Professur für Konfektionstechnik der TU Dresden eingehend auf ihre Eignung überprüft.
Dass sich durch das neue Schlafsystem sowohl die objektive als auch die subjektive Schlafqualität wirklich verbessern lässt, beweist der Test im Schlaflabor. Die Probanden schliefen auf den neuen Tiefschlafmatratzen besser als auf den dort üblicherweise verwendeten Schlafsystemen und waren am nächsten Tag ausgeruhter.
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