Weltraumforschung: Neues Messgerät für den Nachbarplaneten
Neugierde auf dem Weg zum Mars
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- Mit einem Gewicht von 900 Kilogramm ist der Rover „ Curiosity" das schwerste Fahrzeug, das jemals auf dem Mars war Bild: NASA
Pünktlich zu den Sommerferien wird eine neue Rakete den Mars erreichen. Mit an Bord ist ein Wagen vollgestopft mit Messinstrumenten: der schwergewichtige Rover „Curiosity".
Die Atlas V Rakete mit dem Mars Science Laboratory, kurz MSL, befindet sich seit dem 26.11. auf ihrer etwa neunmonatigen Reise zu unserem Nachbarplaneten Mars. Mit an Bord befindet sich auch eine am Institut für experimentelle und angewandte Physik der Universität Kiel entwickelte Sensoreinheit eines Strahlungsmessers. Dieser gehört zur Ausrüstung des mitgeführten Rovers „Curiosity". Das Instrument wird erstmals die Strahlungswerte direkt auf der Marsoberfläche messen.
Wenn alles planmäßig verläuft, wird MSL im August 2012 auf dem Mars landen und einen Rover von der Größe eines Kleinwagens absetzen. Colleen Hartman, stellvertretende assoziierte Leiterin des NASA Science Mission Direktorats, sagt, Curiosity sei wirklich einzigartig. In dieser Größe sei er „fähiger als alle anderen Fahrzeuge, die wir jemals zu anderen Planeten oder Sonnensystemen geschossen haben". Er werde länger laufen und „ mehr entdecken, als wir uns bisher vorstellen."
MSL hat das Ziel, in einer ausgewählten Region innerhalb des 150 km sgroßen Gale-Kraters in der Nähe des Marsäquators nach Spuren früheren Lebens zu suchen. Zudem soll es die prinzipielle Bewohnbarkeit des Planeten für zukünftige Missionen erkunden. Der Boden des Kraters enthält nach vorliegenden Erkenntnissen Sedimentschichten, die zum Teil aus Mineralien bestehen, die ein deutliches Anzeichen für die Präsenz von Wasser sind.
Die zehn Instrumente des Rovers untersuchen in den zwei Jahren Missionszeit neben den üblichen Temperatur- und Druckwerten auch die Geologie und Chemie des Mars. Die Kieler Sensoreneinheit RAD wird die Strahlung in der Marsatmosphäre und am Marsboden messen. „Das ist besonders wichtig, um bestimmen zu können, in welcher Bodentiefe eventuell frühere Lebensformen die unwirtliche Strahlungsumgebung des Mars überlebt haben oder überleben könnten" , erklärt Professor Robert Wimmer-Schweingruber von der CAU.
· Weitere Informationen: www.nasa.gov/msl mars.jpl.nasa.gov/msl www.ieap.uni-kiel.de www.dlr.de/Me www.kayser-threde.de/de/spacetech/


