Chirurgie: Operieren üben am Modell
Puppe mit Kunstblut
-
- Eine Puppe, Plastik und Kunstblut: Dr. Werner Korb (links) operiert am Modell Bild: HTWK Leipzig
Gefahrlos Operieren üben: Dr. Werner Korb ist der weltweit erste Stiftungsprofessor für „Simulation und Ergonomie in der operativen Medizin" an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.
Schwerpunkt der in Leiozig eingerichteten Professur für Simulation und Ergonomie in der operativen Medizin ist die Entwicklung zukünftiger Trainingsmöglichkeiten für Chirurgen und OP-Personal. Dafür werden mit zusätzlicher Unterstützung durch die Forschungsförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) ein hochmoderner Simulations- und Trainings-Operationssaal sowie ein Labor für medizinische Mensch-Maschine-Systeme entstehen.
In dieser Forschungsumgebung werden zukünftig weltweit einzigartige Aus- und Weiterbildungsmodule für Ärzte und OP-Personal entwickelt. Teil eines solchen Ausbildungsmoduls könnte das vom Kunststofflabor entwickelte lebensechte Modell einer menschlichen Wirbelsäule sein. Anhand eines solchen Modells könnten angehende Ärzte Operationen üben.
Bereits seit 2005 gibt es an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) in Zusammenarbeit dem Universitätsklinikum Leipzig und mit dem Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) an der Medizinischen Fakultät der Uni Vorarbeiten und Forschungsprojekte, die sich vielgestaltigen Fragestellungen von Ergonomie und Training im Operationssaal befassen. Seit 2009 werden mit dem IRDC Leipzig (International Reference and Development Center) Aspekte des chirurgischen Trainings weiterentwickelt. Die Stiftungsprofessur schließt nun direkt an diese Forschungsergebnisse an.
Die Professur ist an der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik angesiedelt und wird von 2011 bis 2016 von der Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer gefördert.


