22.08.2011 // Produktmeldung

Hilfe aus der Holzkiste

Hammer, Knochensäge, Scheren, sortiert auf hölzernem Untergrund und mit Phenol desinfiziert: Von der Erstversorgerung mit dieser Ausrüstung hing das Schicksal von Verwundeten im 2. Weltkrieg ab Bild: Uni Greifswald
Hammer, Knochensäge, Scheren, sortiert auf hölzernem Untergrund und mit Phenol desinfiziert: Von der Erstversorgerung mit dieser Ausrüstung hing das Schicksal von Verwundeten im 2. Weltkrieg ab Bild: Uni Greifswald

Mit einem hölzernen Koffer waren im 2. Weltkrieg die Ärzte an der Front unterwegs, brachten ihre wichtigsten Instrumente zu verwundeten Soldaten, um in Zelten unter schwierigen Bedingungen – wenn möglich – Leben zu retten. So ein Feldchirurgenkoffer steht heute als gut erhaltene Rarität am Institut für Geschichte der Medizin in Greifswald. Er ist ein Erbstück des Kinderchirurgen Prof. Otto-Andreas Festge: Sein Vater Otto, Feldarzt im Zweiten Weltkrieg, hat ihm seine Instrumente hinterlassen. Hergestellt wurden diese zwischen 1895 und1899 von der Jetter & Scheerer AG für Feinmechanik in Tuttlingen, dem Vorgänger der Aesculap-Werke AG. Sie waren damit schon recht betagt, als sie von 1939 bis 1945 im Dienst waren. In der Greifswalder Sammlung sind aber auch viele Sachzeugen der jüngeren Geschichte zu sehen: Sie zeigen einen Querschnitt des medizinischen Alltags in der DDR. Mehr Infos zu Institut und Ausstellung: www.medizin.uni-greifswald.de/geschichte

Printausgabe: 2011/4, Seite 87

2011004

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