08.11.2010 // Produktmeldung

Kleine Geschichte des Pieks

Die beiden ältesten Spritzen aus der Sammlung des Johann-Winter-Heilkundemuseums in Andernach stammen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (Glasspritze) bzw. aus der Zeit um 1900 (Spritze aus Glas und Metall) www.johann-winter-heilkundemuseum.de Bild: Johann-Winter-Heilkundemuseum
Die beiden ältesten Spritzen aus der Sammlung des Johann-Winter-Heilkundemuseums in Andernach stammen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (Glasspritze) bzw. aus der Zeit um 1900 (Spritze aus Glas und Metall) www.johann-winter-heilkundemuseum.de Bild: Johann-Winter-Heilkundemuseum

Okay, es muss sein. Mehr als sich diese vernunftgesteuerte Einsicht vor Augen zu führen, kann man angesichts von Spritzen wohl kaum tun. Die ersten Geräte dieser Art wurden übrigens schon im Altertum genutzt, um Eiter aus Wunden zu ziehen oder Fisteln zu spülen. Injektionen kamen auf, nachdem W. Harvey (1628) den Blutkreislauf beschrieben hatte. Die hierzu genutzten Geräte entsprechen Klistierspritzen, deren spitzes Ende umgearbeitet wurde. Wie das vor sich ging, ist in der Chronik der Medizin von Heinz Schott genauer beschrieben. Glasspritzen tauchen seit Ende des 18. Jahrhunderts in der medizinischen Literatur auf. Und die im Alltag wohl geläufigste Form, die Injektionsspritze mit Hohlnadel zur Punktion der Vene, hat ihren Ursprung in der Zeit nach 1831. Entwickelt hat sie der französische Arzt Charles-Gabriel Pravaz.

Printausgabe: 2010/6, Seite 115

2010006

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