28.11.2011 // Produktmeldung

Roboter: Technik mit menschlichem Antlitz

Bis ins letzte Fältchen

Wissenschaftler des Exzellenzclusters CoTeSys der TU München haben ein dreidimensionales Robotergesicht entworfen, das menschenähnlich mit Sprache und Mimik kommuniziert Bild: Uli Benz / Technical University of Munich
Wissenschaftler des Exzellenzclusters CoTeSys der TU München haben ein dreidimensionales Robotergesicht entworfen, das menschenähnlich mit Sprache und Mimik kommuniziert Bild: Uli Benz / Technical University of Munich

Forscher aus Münchener und Japan fanden eine technische Lösung, mit der Roboter ein Gesicht erhalten: Mittels Beamer projizieren sie das 3D-Bild des Gesichts von hinten in eine Kunststoffmaske, Sprache und Mimik steuert ein Computer.

Der verblüffend menschenähnliche Kunststoffkopf kann bereits einfache Dialoge: „Rainbow" sagt Dr. Takaaki Kuratate. Und schon klimpert Mask-Bot mit den Augen und verblüfft den menschlichen Gesprächspartner mit einem elaborierten Satz – auf Englisch natürlich. Übersetzt ins Deutsche sagt er: „Wenn sich Sonnenstrahlen in den feinen Wassertropfen der Atmosphäre brechen, dann entsteht ein Regenbogen." Dabei bewegt er ein wenig den Hals und hebt vielsagend die Augenbrauen.

Was fast täuschend echt wie ein sprechender Mensch aussieht, ist der Prototyp eines neuen Robotergesichts, das ein Team am Institut für Kognitive Systeme (ICS) der TU München in Kooperation einer Gruppen aus Japan entwickelt hat. „Mask-Bot wird die Art und Weise prägen, wie wir Menschen in Zukunft mit Robotern kommunizieren", prognostiziert Prof. Gordon Cheng, der Leiter des ICS-Teams. Gleich mehrere Neuheiten haben die Entwickler dafür realisiert.

Da ist einmal die große Präsenz eines Gesichts in 3D. Bislang verpassen zwar schon manche andere Gruppen ihren Maschinen ein dreidimensionales Antlitz, doch sind diese eher comicartig animiert. Mask-Bot hingegen hat einen dreidimensionalen Kopf: eine transparente Kunststoffmaske, auf die ein hinter ihr befestigter Beamer ein menschliches Gesicht passgenau und dreidimensional projiziert und ihr so Individualität verleiht. Auf diese Weise wirkt das Gesicht auch von der Seite her noch sehr realistisch.

Die Technik von Mask-Bot könnte schon bald in Videokonferenzen angewandt werden. „Mask-Bot kann dabei das bislang übliche Monitorbild einer Person durch eine echte Nachbildung ersetzen, die mit am Tisch sitzt und genauso aussieht und spricht", sagt Takaaki Kuratate.


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